Philosophie

Philosophie ist so ein hochtrabendes Wort. Von wahren Philosophie wie Sokrates, Kant und Co. bin ich natürlich ebenso weit entfernt wie von hier zum Mond, ich weiß schließlich dass ich nichts weiß.

Trotzdem gibt es auch im Umgang mit anderen Menschen als Trainer eine gewisse Art die man als Philosophie bezeichnen könnte.

Zu allererst gilt dass das Verhältnis von Sportler zu Trainer ein Vertrauensverhältnis ist. Das heißt natürlich dass alles was wir gemeinsam im Rahmen von Zielgesprächen, Trainings etc. besprechen als vertraulich gilt und natürlich nicht von mir weitergeben. Schließlich werden zB bei gemeinsamen Trainingseinheiten – wenn der Schweiß fließt – doch die ein oder anderen Einblicke in Persönlichkeiten gegeben die im „normalen“ Leben vielleicht nicht preisgegeben werden würden. Das kann man nicht verhindern, denn anders kann man seine eigenen Grenzen nicht überwinden ohne etwas von seinem bisherigen Leben zu ändern.

Nicht jeder Deckel passt zu jedem Topf

Trainer gibt es viele. Sei es welche in Fleisch und Blut, als auch vielleicht nur digital bekannte in Form von automatisierten Trainingsplänen oder Online-Foren etc.

Doch ist es ganz etwas anderes wenn man jemandem direkt gegenübersteht. Einerseits weil man dann viel besser miteinander kommunizieren kann und somit auch viel besser versteht was der andere eigentlich meint. Und vielleicht auch dabei drauf kommt dass man persönlich nicht so gut miteinander umgehen kann.

Denn da sind wir wieder beim ganz oben angesprochenen Vertrauen: wenn man nicht „miteinander kann“, dh abseits von allen fachlichen Dingen, auf der persönlichen Ebene nicht gut miteinander klarkommt wird auch der Sportler nicht das meiste aus sich heraus holen können.

Das gilt natürlich aber nicht nur für den Sportler, auch umgekehrt als Trainer kann es sein, dass nicht alle SportlerInnen zu mir als Trainer passen. Deswegen kann es auch sein, dass man bereits nach kurzer Zeit feststellt dass es keinen Sinn macht weiter miteinander zu arbeiten – egal von welcher Seite.

Sollte dieses Gefühl bei jemandem aufkommen so bitte ich ausdrücklichst darum es mir mitzuteilen dass die Chemie nicht stimmt (sofern ich es nicht bereits selbst angesprochen habe). Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit die geändert werden muss, vielleicht aber auch etwas anderes, größeres. Dann macht es für beide vielleicht keinen Sinn weiter zu arbeiten und vielleicht ist es besser wenn sich die Wege trennen.

Spaß soll es machen

Warum machen wir Sport? Um einen Ausgleich zu schaffen, etwas Neues zu erreichen, seine eigenen Grenzen auszuloten – und das soll auch Freude bereiten!

Es nützt nichts wenn du die beste Wettkampfzeit deines Lebens erreichst, das aber überhaupt nicht genießen kannst dass du etwas großartiges erreicht hast weil du vielleicht „noch mehr“ erwartet hättest. Das soll aber auch nicht heißen, dass du dich nicht anstrengen sollst deine Ziele zu erreichen oder dir nur leichte Ziele setzt. Manchmal musst du auch etwas riskieren. Doch insgeheim haben wir die Ziele doch meistens doch nur um etwas ganz anderes zu erleben: um in den Flow zu kommen, um Glücksgefühle zu erleben, um stolz sein zu können etwas für unmöglich gehaltenes geschafft zu haben und dabei das rundherum auch noch miteinbezogen zu haben.

Wer kennt das nicht wenn man vor einem Training so überhaupt nicht gewollt hat, und auch während des Trainings etwas gebraucht hat bis sich die Laune gebessert hat. Nachher ist doch jeder froh etwas getan zu haben, den inneren Schweinehund überwunden zu haben und hat ein Grinsen im Gesicht. Natürlich ist mein Ziel auch dass du dieses Gefühl der Glückseligkeit nicht nur im Nachhinein erreichst, sondern auch während deinem Training bzw. ganzheitlich auch dazwischen. Ich weiß, das ist ein sehr hohes Ziel – aber in kleinen Schritten kann man dorthin gelangen.

Das soll auch mein Spruch aussagen: Trainieren, Entspannen, Freude empfinden. Gerade letzteres ist im Trainingsalltag meist das Element das zu kurz kommt und das auch für die eigene Leistung Auswirkung hat.

Man muss kein Spitzensportler gewesen sein

Eine Frage die sicher auch gestellt werden muss betrifft die eigenen Leistungen. Leider war ich nie selbst Spitzensportler (verschiedene Gründe: Talent, Umfeld, Ehrgeiz für andere Dingen, Fleiß, Zeit…) – doch kann man da auch ein guter Trainer sein?!

JA!
(sonst würde ich es auch nicht tun)

Natürlich hilft es wenn man viele Dinge schon am eigenen Leib als aktiver Sportler erlebt hat. Ein Trainer ist aber mehr als die eigenen sportlichen Erfahrungen und wie man im weltweiten Spitzensport sieht sind nur in den seltensten Fällen die besten Trainer früher selbst die besten Athleten gewesen (egal welche Sportart!).

Denn ein Trainer muss mehr tun als nur Anweisungen zu befolgen wie früher selbst als Sportler. Er muss sich sehr gut in den anderen hineinfühlen können um die jeweils passende Methode für seinen Schützling auszuwählen, dh ob er angetrieben oder zurückgehalten werden muss.

Er muss das bisherige analysieren können und dann die richtigen Schlüsse daraus für die Zukunft ziehen.

Zusätzlich muss der Wille da sein sich immer und ständig weiterzubilden. Denn die Welt steht nicht still und es gibt immer wieder neue Entwicklungen, die umgesetzt werden können. Egal ob auf einer Hochleistungsebene oder im Hobbybereich.

Anrede

Wie dir sicher schon aufgefallen ist spreche ich dich mit „Du“ an. Ich hoffe das stört dich nicht. Da der Sport und die Entspannung aber durchaus relativ intime Aktivitäten sind (zB wenn man an seine Leistungsfähigkeitsgrenze gelangt achtet man normalerweise nur mehr wenig auf sein Äußeres) finde ich das durchaus angebracht. Solltest du aber im persönlichen Kontakt mit mir lieber haben dass ich dich sieze richte ich mich natürlich danach.

Außerdem richtet sich das Angebot und die Formulierung grundsätzlich immer an beide Geschlechter sowie auch alle anderen Geschlechtsidentitäten. Es sind immer alle mitgemeint. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit verwende ich oft die männliche Schreibweise sofern ich keine neutrale gefunden habe. Es ist keine ideale Lösung und alle nicht explizit gemeinten mögen mir verzeihen – ich habe auch schon nachgedacht mal einen Blogbeitrag nur mit männlichen oder nur mit weiblichen Bezeichnungen zu schreiben, aber dann wird meiner Vermutung nach sich bald niemand mehr auskennen warum das jetzt so oder so ist…

 

Ich hoffe du hast nun ein besseres Bild von mir bekommen und wie ich das Trainerdasein betrachte. Wenn ich dein Interesse nun geweckt habe und du das Gefühl hast dass ich der richtige für dich bin – schreibe mir doch oder rufe mich an! Gemeinsam können wir vielleicht eine Lösung für deine Bedürfnisse finden.